GRÄFIN MARIZA


Operette in drei Akten
von Julius Brammer und Alfred Grünwald
Musik von Emmerich Kálmán


PREMIERE
29. Oktober 2017 I 19.00 Uhr
Große Bühne

Um Ruhe vor ihren zahlreichen Freiern zu finden, die es nur auf ihr Geld abgesehen haben, erfindet die reiche Gräfin Mariza einen Verlobten und nennt ihn nach dem Schweinezüchter in Johann Strauß’ „Zigeunerbaron“ Koloman Zsupán. Doch plötzlich steht dieser Baron leibhaftig vor der Tür. Er stellt sich als Besitzer eines Guts in Varaždin vor und tut so, als gäbe es das von der Gräfin erfundene Eheversprechen tatsächlich; Zsupán ist gekommen, um es nun einzulösen. Das macht der Gräfin einige Schwierigkeiten, vor allem, weil sie mittlerweile an Bela Török, ihrem Gutsverwalter, Gefallen findet, der in Wahrheit der verarmte Graf Tassilo ist, was aber niemand weiß. Während die Verlobungsfeier von Mariza und Zsupán beginnt, zieht sich Tassilo, für den als einfacher Verwalter kein Platz im Saal ist, zurück. Singend hängt er seinen trüben Gedanken nach: „Auch ich war einst ein feiner Csárdáskavalier“. Mariza, der sein Gesang gefällt, fordert ihn auf, im Saal für die Verlobungsgesellschaft zu singen, doch Tassilo weigert sich. Daraufhin gibt die Gräfin ihm schroff den Abschied. Zsupán wiederum verliebt sich während der Feier in eine Freundin seiner Braut, in Komtesse Lisa, die Schwester des Grafen Tassilo. Alle sind unglücklich, aber, versprochen, das bleibt nicht so.

Ein knappes Jahrzehnt nach dem Erfolg der „Csárdásfürstin“ glückte Emmerich Kálmán mit „Gräfin Mariza“ ein zweiter überwältigender Triumph. Humor, Sentiment und wunderschöne Musik zeichnen dieses Werk aus der Silbernen Ära der Wiener Operette aus, deren musikalische Glanzstücke „Grüß mir mein Wien“, „Sag’ ja, mein Lieb, sag’ ja“, „Ich möchte träumen von dir, mein Pužikam“ oder „Komm mit nach Varaždin“ jeder kennt und mitsingen kann.