Zum Großadmiral

Komische Oper von Albert Lortzing
PREMIERE
Sonntag | 28. April 2019 | 19.00 Uhr
Große Bühne

Prinz Heinrich ist ein loser Geselle. Er interessiert sich für Kneipen und für Frauenabenteuer – mehr als für das englische Hofzeremoniell und die Gemahlin. Auch an seinem Geburtstag, der bei Hofe steif und förmlich gefeiert wird, zieht es ihn lieber in die Hafenkneipe des alten Kaperkapitäns Copp Movbrai mit seinem Seemannsgarn und den netten jungen Mädchen. „Zum Großadmiral“ heißt die Schenke und „Großadmiral“ ist auch das Codewort, mit dem Heinrich davonkommt. Wenn der Graf Rochester ganz wichtig mitteilt, der Prinz müsse eiligst
„zum Großadmiral“ kommen, dann fragt niemand mehr nach. Leider ist der Graf nicht ganz ehrlich;
er ist im Verständnis mit der Prinzessin Catharina, um dem Prinzen die Abenteuer zu verleiden.
Beim „Großadmiral“ dann, konspirativ als Matrose verkleidet, hält Heinrich sofort die ganze Gesellschaft frei. Doch als er am Ende zahlen will, ist seine Börse fort – Graf Rochester hatte sie ihm stehlen lassen.
Um die Zeche dennoch zu zahlen, bietet er einen Ring an. Aber solch einen kostbaren Ring kann kein Matrose besitzen.Er wird verhaftet und abgeführt. Am anderen Morgen fragen alle, die Gemahlin, die Hofgesellschaft, teilnehmend, wie anstrengend die Nacht denn war, die der Prinz in Geschäften zugebracht.
Heinrich weiß von nichts, außer, daß ihn Graf Rochester in die Falle hat laufen lassen. Doch bevor er zur Rache ausholen kann, ist da der Seemannswirt Movbrai, der allen erzählt, wie zwei Lumpen in seiner Schenke
einen gestohlenen Ring versetzen wollten – und der erst ganz am Ende erkennt, wen er da vor sich hat: seine Hoheit ist der Taugenichts.
Nun ist ganz schnell alles gut und der Prinz, der ohnehin schon festgestellt hat, daß das Familienleben viel hübscher ist, als Abenteuer im Wirtshaus, will drum künftig nur allein sich seiner Pflicht als Herrscher weih’n.  Und das zu Hause:
In die Arme der Gattin mit reuvollem Blick
Kehrt der Verirrte nun wieder zurück


Heut’ wird die Freiheit noch genossen.


Lortzings »Großadmiral« ist ein Kind der Revolution: 1847 in Wien geschrieben, aber in Leipzig – ohne den Komponisten – uraufgeführt, wurde es noch an einer Handvoll großer Häuser gespielt, in München
und Breslau und 1849 doch auch in Wien, um dann, wie möglichst alles aus der Revolution, in der Versenkung zu verschwinden.


Nach knapp 170 Jahren ist das Stück nun zum ersten Mal wieder in seiner
Originalgestalt zu erleben: in Annaberg-Buchholz.


Termine

Große Bühne
So 28.04.2019  19.00 Uhr   Karten reservieren
Mi 08.05.2019  19.30 Uhr   Karten reservieren
So 12.05.2019  19.00 Uhr   Karten reservieren
So 19.05.2019  15.00 Uhr   Karten reservieren
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